Klimapionierprojekt nimmt Form an – auf 175 Fußballfeldern
Im Süden des Bezirks liegt eine Fläche so groß wie 175 Fußballfelder – und sie wartet seit Jahrzehnten darauf, dass etwas Großes aus ihr wird. Jetzt stehen die Pläne für das grüne Leuchtturmprojekt Rothneusiedl.
In der 1. Etappe werdem 3000 neue Wohnungen errichtet. Das besondere daran, ⅔ davon müssen geförderter Wohnbau sein. Es geht also nicht um Luxuswohnungen für wenige, sondern um das leistbare Wohnen für viele.
Sascha Obrecht, Gemeinderat und geschäftsführender Bezrksvorsitznder der SPÖ Favoriten.
Die Stadt Wien hat im Mai das städtebauliche Leitbild präsentiert– den Plan, nach dem auf 124 Hektar ein völlig neuer Stadtteil für rund 21.000 Menschen entsteht. 9.000 Wohnungen, zwei Drittel davon geförderter Wohnbau. Dazu Gewerbebereiche für rund 8.000 Arbeitsplätze. Und das alles eingebettet in einen drei Kilometer langen Park, der das gesamte Viertel umschließt – der sogenannte „Grüne Ring“.
„Rothneusiedl wird mehr als nur ein Wohngebiet“, sagte Planungsstadträtin Ulli Sima bei der Leitbild-Präsentation. Stichworte: Schwammstadt, Stadtlandwirtschaft, grünes Wohnen. In der ersten Bauphase wird der Rotheusiedl-Express die Bewohner:innen in 10 Minuten zur U1-Station Auladagasse bringen, parallel dazu laufen Planungen zur Verlängerung der U1 zum neuen Stadtteil.
Der „Grüne Ring“ verbindet Stadt und Natur zu einem neuen Lebensraum für alle. Ein rund drei Kilometer langer Park im XXL-Format umschließt den neuen Stadtteil und schafft über 25 Hektar öffentliche Grünflächen mit viel Platz für Bewegung, Begegnung und Erholung. Im Inneren entsteht eine kompakte Stadt der kurzen Wege – mit Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit nah beieinander. So verbindet RothNEUsiedl urbanes Leben mit hoher Lebensqualität im Grünen.
Ganz Europa schaut dabei zu – das EU-Programm „New European Bauhaus“ begleitet die Entwicklung wissenschaftlich. Bis es so weit ist, braucht es nur noch etwas Geduld: 2027 soll die Fläche umgewidmet werden, der Baustart ist für rund 2030 geplant. Aber die Grundlagen sind gelegt – und die ersten 111 Obstbäume im Grünen Ring stehen bereits.